Hochzeit – Ein Anfänger Guide

Ein Antrag wurde gemacht und auch angenommen oder man hat sich gemeinsam entschlossen den nächsten Schritt zu gehen. Man will sich ein Versprechen geben immer zueinanderzustehen. Die Freude ist rießig man schwebt auf Wolken. Man beginnt sich auf die Hochzeit zu freuen …. Ja nun, Moment mal, um eine Hochzeit feiern zu können muss diese auch erst einmal geplant werden. Im schlimmsten Fall beginnt jetzt die Überforderung. Damit euch das nicht passiert, habe ich in diesem Artikel meine besten Tipps für den Anfang zusammengefasst.

Verliebt, verlobt, verplant

Die Gefahr ist groß sich gerade am Anfang in Details zu verrennen. Natürlich sind Details wichtig. Eine romantische Hochzeit lebt von liebevollen Details. Allerdings sollte man möglichst mit einer wirklich groben Planung beginnen und mit der Zeit immer mehr ins Detail gehen. Zunächst geht es darum allgemein abzustecken was man gerne möchte. Idealerweise stellt man sich diese Frage zunächst wirklich nur zu zweit als Brautpaar. Hilfe durch Freunde und/oder Verwandte ist wunderbar und kann einem vieles erleichtern und einiges an Stress ersparen, aber bevor es dazu kommt sollte man sich sicher sein, was man persönlich als Brautpaar gerne hätte. Ihr wollt ja eure eigene, ganz persönliche Traumhochzeit erleben und nicht die Träume von anderen verwirklichen.

Die wichtigsten ersten Überlegungen betreffen:

  • Rahmen der Hochzeit
  • Hochzeitsdatum
  • Budget
  • Gästeliste

Rahmen der Hochzeit

Zunächst solltet ihr euch überlegen wie ihr heiraten möchtet. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist eine standesamtliche Hochzeit Pflicht. Entweder schließt ihr eure Ehe direkt im Standesamt – die größeren Standesämter haben oft sehr schöne Festsääle – oder in einer Location eurer Wahl mit Standesbeamt*in, hier ist fast alles möglich, ihr könnt euch auch im Freien trauen lassen. Wenn ihr auch noch kirchlich heiraten möchtet, so muss die kirchliche Trauung nach der standesamtlichen Hochzeit stattfinden, bei einer freien Trauung ist grundsätzlich alles möglich – sie ist nicht rechtlich bindend. Wenn ihr eine kirchliche oder freie Trauung plant habt ihr 3 Möglichkeiten:

  1. Ihr feiert zwei Mal groß: Natürlich ist es wunderschön zwei Mal eine Hochzeit zu erleben, gleichzeitig geht das aber sehr ins Geld und möglicherweise gibt es Gäste die nicht zwei Mal mit euch feiern wollen oder können. Natürlich könntet ihr auch die Gäste teilen, also einige nur zur ersten Feier andere nur zur zweiten einladen, das kann allerdings auch zu Streit führen. Auch die dahintersteckende Arbeit bei zwei großen Feiern, solltet ihr nicht unterschätzen.
  2. Ihr feiert einmal im kleinen Kreis die standesamtliche Hochzeit oder seht es überhaupt nur als Formalität an. Ihr lasst euch standesamtlich verheiraten und feiert ein paar Tage bis Monate später eure große Traumhochzeit. In diesem Fall hebt ihr euch das wunderbare Kleid, die tolle Location und das große Fest für die kirchliche oder freie Trauung auf. In Deutschland könnt ihr alleine als Paar zum Standesamt, es sind keine Zeugen mehr notwendig, wenn ihr möchtet könnt ihr aber bis zu zwei benennen. In Österreich müssen es ein bis zwei Trauzeugen sein. In der Schweiz müssen mindestens zwei Trauzeugen anwesend sein. Wie klein der kleine Kreis ist und wie groß die große Feier liegt natürlich auch bei euch. Wenn ihr mit 500 Gästen feiert sind 20 Leute beim Standesamt wenig, aber ihr könnt natürlich auch mit 5 Leuten zum Standesamt und dann mit 30 Leuten groß feiern.
  3. Ihr macht die standesamtliche Hochzeit und die kirchliche/freie Trauung an einem Tag. Der Vorteil ist ihr schließt tatsächlich an dem Tag die Ehe an dem ihr auch feiert. Der große Nachteil es kann wirklich sehr stressig werden und ihr wollt den Tag ja genießen. Zudem ist dann der First-Look im Zuge der freien oder kirchlichen Trauung kaum zu realisieren, außer ihr zieht euch zwischendurch um, was den Termindruck noch weiter erhöht. Wenn ihr euch für diese Variante entscheidet, zahlt es sich aus dem Zeitplan besondere Aufmerksamkeit zu schenken und unbedingt Pufferzeiten einzuplanen.

Es kann für alle Varianten gute Gründe geben. Überlegt es euch einfach in aller Ruhe und macht dass, was für euch stimmig erscheint.

Das Hochzeitsdatum

Gerade in der ersten Euphorie möchte man am liebsten sofort heiraten. Davon rate ich allerdings dringend ab, wenn ihr nicht gerade durchbrennen und nur zu zweit und in normaler Kleidung am Standesamt heiraten wollt – und selbst dann kann es euch passieren, dass ihr bis zu einem halben Jahr auf einen Termin warten müsst. Idealerweise fangt ihr zumindest ein Jahr vorher mit der Planung an, bei größeren Hochzeiten sind durchaus auch zwei Jahre zu empfehlen.

Überlegt euch als erstes zu welcher Jahreszeit ihr gerne heiraten möchtet. Letztlich ist das eine Frage persönlicher Präferenzen, jede Jahreszeit hat ihre Vor- und Nachteile:

Als nächstet überlegt euch welcher Wochentag euch am besten erscheint. Werktags ist es natürlich sehr einfach Termine beim Standesamt oder Reservierungen bei Restaurants zu bekommen. Gleichzeitig müssen sich die Gäste und ihr selbst frei nehmen. Durchaus eine Überlegung wert ist dies, wenn ihr nur in sehr kleinem Kreis feiert – beziehungsweise für den Termin beim Standesamt, wenn ihr diesen nur im kleinen Kreis wahrnehmt und die „eigentliche“ Traumhochzeit (kirchlich oder freie Trauung), mit vielen Gästen und pompösem Fest an einem anderen Tag stattfindet. Sonntag ist kirchlich nicht üblich und könnte einige eurer Gäste vom ausgelassenen Feiern abhalten, wenn sie am nächsten Tag wieder arbeiten müssen – außer natürlich der darauffolgende Montag ist ein Feiertag, dann könnte es euch allerdings passieren, dass dieses verlängerte Wochenende von einigen mit Urlaub verplant ist. Nicht von ungefähr ist Samstag der beliebteste Tag um zu heiraten und ist wirklich der beste Tipp für eine große Feier. Aber wie immer gilt: Eure Hochzeit – eure Entscheidung.

Budget

Das Thema Geld ist eines der unbeliebtesten wenn es ums heiraten geht. Schließlich lässt sich eure Liebe nicht in Geld aufwiegen und ihr möchtet eurer gemeinsamen Zukunft einen unvergesslichen Tag widmen. Gleichzeitig ist das Budget aber auch eines der wichtigsten Themen. Nichts ist unangenehmer, als auf halber Strecke nochmal neu planen zu müssen und Dinge auf die man sich schon gefreut hat wieder streichen zu müssen oder Gäste wieder auszuladen. Auch wollt ihr eure Zukunft wahrscheinlich nicht mit einem Schuldenberg aufgrund einer zu großen Hochzeit beginnen. Setzt euch ein Budget. Plant wie viel ihr für was ausgeben könnt und plant auch einen Puffer ein für Dinge an die ihr jetzt vielleicht noch nicht denkt. Wenn ihr das Budget von Anfang an mitbedenkt könnt ihr im Verlauf viel entspannter planen und erlebt keine unangenehmen Kosten-Überraschungen.

Das Budget hat auch Auswirkungen auf die Größe der Hochzeit. Die zwei größen Posten sind üblicherweise die Location und die Gäste. Umso pompöser die Location und umso mehr Gäste, desto teurer die Hochzeit.

Zum Thema Geld ist noch zu sagen, dass sich mit fast jedem Budget heiraten lässt, aber eine Traumhochzeit natürlich Geld kostet. Ihr könnt für 500€ heiraten, wenn ihr in Kleidung, die ihr schon besitzt, mit 8 Gästen zum Standesamt geht euch mit geerbten Ringen das JA-Wort gebt und danach in einem Restaurant um die Ecke zu Abend esst. Das geht. Wenn ihr eine große Hochzeit mit zwei- bis dreistelliger Gästezahl, in einer festlichen Location, mit Traumkleid und Hochzeitsanzug, neuen Ringen, Limousine, tollem Essen, Hochzeitstorte, ansprechender Dekoration und Papeterie, mit Fotographen und Musik wollt, dann kommt ihr unter 15.000€ kaum aus, nach oben hin sind kaum Grenzen gesetzt. Natürlich gibt es tolle Möglichkeiten zu sparen und das Budget gering zu halten, dennoch ist das eine realistische Zahl.

Gästeliste

Schreibt euch frühzeitig auf wer aller zu eurer Hochzeit kommen soll. Natürlich könnt er an der Liste jederzeit Änderungen vornehmen, wenn euch der neue Kollege bis dahin so ans Herz gewachsen ist, dass ihr ihn gerne dabei hättet oder die Urgroßtante Mizi bis dahin verstorben ist, dennoch solltet ihr eine Liste anlegen, damit ihr ein Gefühl dafür bekommt auf wie viele Gäste ihr es bringt. Wenn ihr wisst, wer aller eingeladen ist könnt ihr noch Unterlisten machen. Wenn ihr standesamtlich und kirchlich/frei heiratet überlegt euch wer kommt zu beiden Terminen, wer nur zu einem. Macht ihr eine Agape? Und wenn ja, gibt es Leute die nur zur Agape eingeladen sind und nicht mehr zur Feier. Oder Gäste die ihr bei der Trauung und der Feier einladen möchtet, aber nicht zum Abendessen? Darf jeder eurer Gäste einen Partner mitbringen, auch wenn ihr denjenigen noch nicht kennt? Dürfen Kinder mitgebracht werden und zu welchem Teil der Feierlichkeiten?

Was ist für euch als Paar fair? Jeder von euch beiden lädt die Anzahl X an Gästen ein? Aber zu wem zählt dann das Pärchen, dass ihr erst kennengelernt habt als ihr schon zusammenwart? Und ist das noch fair, wenn einer von euch 5 Tanten hat, der andere nur eine? Muss man den unbeliebten Onkel, der sich ohnehin nur betrinkt und dann danebenbenimmt wirklich einladen? Niemand kann diese Fragen für euch beantworten, aber besprecht das in aller Ruhe und ehrlich miteinander, sodass ihr am Ende beide glücklich damit seid mit wem ihr feiert, schließlich wollt ihr euch noch Jahre später glücklich an den Tag zurückerinnern.

Für alle weitern Schritte ladet euch gerne meine umfangreiche Hochzeits-Checkliste herunter.

Eure Gute Fee

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